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und alle wichtigen Themen der Energiewirtschaft

Blink. Blink. Blink. Alle Autoren, ob Amateur oder Profi, Neuling oder alter Hase, kennen und fürchten es, wenn einen der blinkende Cursor auf dem leeren Bildschirm beinahe verhöhnt. Und am schlimmsten ist dieses Erlebnis für uns, wenn wir versuchen, einen Artikel zu schreiben, der unsere Leser anspricht.

Für den Energiemarkt relevanten Passagen des Koalitionsvertrages

Der 177-seitige Koalitionsvertrag beschreibt auf den Seiten 71 bis 74 unter der euphemistischen Kapitel-Überschrift „Erfolgreiche Wirtschaft für den Wohlstand von morgen“ in Unterkapitel 3 die erzielten Verhandlungsergebnisse zum Thema Energie. 

Während an anderer Stelle teilweise bis ins kleinste Detail Regelungen vereinbart wurden (Bsp Kapitel 5/ Absatz 1 „(…) Für eine Anwendung des § 16h Sozialgesetzbuch II wollen wir ab 2019 50 Millionen Euro jährlich zur Verfügung stellen“) bleiben die Ausführungen zum Thema Energie eher vage. 

So soll der Anteil der erneuerbaren Energien auf 65% im Jahr 2030 steigen. Als eine der wenigen konkreten Aussagen werden dazu Sonderausschreibungen für 2019 und 2020 von je 4 GWh angekündigt, allerdings unter der Bedingung, dass „die Aufnahmefähigkeit der entsprechenden Netze vorhanden ist“.

Weiter forciert werden soll das Thema „Mieterstrom“. Hierzu heißt es: „Wir werden die bestehende Mieterstromregelung optimieren, in dem der Verlust der tradierten gewerbesteuerlichen Behandlung von Wohnungsbaugenossenschaften vermieden wird, um nachhaltige Mieterstrommodelle zu ermöglichen.“ Nachfolgend die gesamten Ausführungen zum Thema Energie:

Wir wollen im Energiebereich die Rahmenbedingungen so setzen, dass die Energiewende zum Treiber für Energieeffizienz, Modernisierung, Innovationen und Digitalisierung im Strom-, Wärme-, Landwirtschafts- und Verkehrssektor wird, ohne die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes Deutschland zu gefährden. Die dafür erforderliche Versorgungssicherheit muss durch entsprechende Rahmenbedingungen auch am deutschen Energiemarkt zuverlässig gewährleistet sein. Die Einbettung der Energiewende in den europäischen Zusammenhang eröffnet die Chance, die Kosten zu senken und Synergien zu nutzen. Wir wollen zusätzliche Wachstums- und Beschäftigungschancen in Deutschland und Exportchancen für deutsche Unternehmen auf internationalen Märkten. Zentrale Orientierung bleibt das energiepolitische Zieldreieck von Versorgungssicherheit, verlässlicher Bezahlbarkeit und Umweltverträglichkeit.

Wir werden die internationale Energiezusammenarbeit ausbauen, um die Vorreiterrolle Deutschlands bei der Energiewende international zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu unterstützen. Um die deutsche Wirtschaft weltweit zu vernetzen, werden wir verstärkt die internationalen Formate (z. B. G7, G20) sowie die internationalen Energieinstitutionen (z. B. IEA, IRENA) nutzen. Wir werden weitere bilaterale Energiepartnerschaften entwickeln, mit dem Ziel, der deutschen Industrie den Marktzugang zu erleichtern und die weltweite Energiewende voranzubringen. 

Eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende und Klimaschutzpolitik ist ein weiterer zielstrebiger, effizienter, netzsynchroner und zunehmend marktorientierter Ausbau der Erneuerbaren Energien. Unter diesen Voraussetzungen streben wir einen Anteil von etwa 65 Prozent Erneuerbarer Energien bis 2030 an und werden entsprechende Anpassungen vornehmen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss deutlich erhöht werden, auch um den zusätzlichen Strombedarf zur Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehr, in Gebäuden und in der Industrie zu decken.

Vorgesehen sind Sonderausschreibungen, mit denen acht bis zehn Millionen Tonnen CO2 zum Klimaschutzziel 2020 beitragen sollen. Hier sollen je vier Gigawatt Onshore-Windenergie und Photovoltaik sowie ein Offshore-Windenergiebeitrag zugebaut werden, je zur Hälfte wirksam in 2019 und 2020. Voraussetzung ist die Aufnahmefähigkeit der entsprechenden Netze.

Die Herausforderung besteht in einer besseren Synchronisierung von Erneuerbaren Energien und Netzkapazitäten. Wir halten an dem Ziel der einheitlichen Stromgebotszone in Deutschland fest. Wir werden eine bessere regionale Steuerung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien einführen und für die Ausschreibungen südlich des Netzengpasses einen Mindestanteil über alle Erzeugungsarten festlegen. Wir werden die Akteursvielfalt auch künftig sicherstellen, aber ausschließlich bundesimmissionsschutzrechtlich genehmigte Projekte an Ausschreibungen teilnehmen lassen. 

Wir wollen durch eine stärkere Marktorientierung der Erneuerbaren Energien Investitionen in Speichertechnologien und intelligente Vermarktungskonzepte fördern. Ziel ist es, die Versorgungssicherheit in allen Teilen Deutschlands weiterhin sicherzustellen und die EEG- und Systemkosten so gering wie möglich zu halten.

Offshore-Wind-Energie hat eine industriepolitische Bedeutung für Deutschland und kann auch zur Kostensenkung beitragen. Wir setzen uns deshalb für ein nationales Offshore-Testfeld ein, mit dem wir die Offshore-Potenziale in der Energiewende erforschen werden. 

Wir werden:

  • Anstrengungen zum Ausbau und zur Modernisierung der Energienetze unternehmen. Zu diesem Zweck werden wir einen ambitionierten Maßnahmenplan zur Optimierung der Bestandsnetze und zum schnelleren Ausbau der Stromnetze erarbeiten. Es geht darum, mit neuen Technologien und einer stärkeren Digitalisierung, aber auch mit einer besseren Zusammenarbeit der Netzbetreiber die vorhandenen Netze höher auszulasten. Wir werden das Netzausbaubeschleunigungsgesetz novellieren und vereinfachen. Notwendig sind auch ökonomische Anreize für eine Optimierung der Netze;
  • mehr Akzeptanz für den Netzausbau schaffen und zu dessen Beschleunigung beitragen, indem wir mehr Erdverkabelung insbesondere im Wechselstrombereich und dort vor allem an neuralgischen Punkten, soweit technisch machbar, ermöglichen. Die politischen Vereinbarungen unserer Parteivorsitzenden („Eckpunkte für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende“) vom 1. Juli 2015 gelten fort;
  • die Verordnung zur Umsetzung der bereits beschlossenen bundesweit einheitlichen Übertragungsnetzentgelte unverzüglich erarbeiten;
  • mit einer Reform der Netzentgelte die Kosten verursachergerecht und unter an- gemessener Berücksichtigung der Netzdienlichkeit verteilen und bei Stromverbrauchern unter Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit mehr Flexibilität ermöglichen;
  • unter Anerkennung der zunehmenden Verantwortung der Stromverteilnetzbetreiber den Regulierungsrahmen weiterentwickeln, um Investitionen in intelligente Lösungen (Digitalisierung) – gerade auch im Bereich der Verteilnetze – zu flankieren;
  • im Rahmen des gesetzlichen Monitorings die Bezahlbarkeit von Energie und die Versorgungssicherheit regelmäßig bewerten. Außerdem werden wir jedes Jahr überprüfen, wie sich die Netzengpässe entwickeln, und ab Anfang 2019 daraus den notwendigen Handlungsbedarf ableiten (Stresstests);
  • beim weiteren Ausbau der Windenergie an Land einen besseren Interessenaus- gleich zwischen Erneuerbaren-Branche einerseits und Naturschutz- und Anwohneranliegen andererseits gewährleisten;
  • durch eine bundeseinheitliche Regelung beim weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) die Standortgemeinden stärker an der Wertschöpfung von EE- Anlagen beteiligen und die Möglichkeiten einer Projektbeteiligung von Bürgerinnen und Bürgern verbessern, ohne dass dies insgesamt zu Kostensteigerungen beim EE-Ausbau führt. Wir werden die bestehende Mieterstromregelung optimieren, indem der Verlust der tradierten gewerbesteuerlichen Behandlung von Wohnungsbaugenossenschaften vermieden wird, um nachhaltige Mieterstrommodelle zu ermöglichen;
  • die Kopplung der Sektoren Wärme, Mobilität und Elektrizität in Verbindung mit Speichertechnologien voranbringen. Dafür müssen die Rahmenverbindungen an- gepasst werden. Stadtwerke und Verteilnetzbetreiber haben durch ihre Nähe zu Energieversorgern und Verbrauchern sowie dem öffentlichen Nahverkehr eine Schlüsselposition in der Sektorkopplung. Für Speicher wollen wir entsprechende Forschungs- und Fördermittel bereitstellen. Deutschland soll wieder Standort für Batteriezellproduktion werden. Wir wollen ein Fraunhofer-Institut für Speichertechnologien einrichten und vorhandene Kompetenzen einbinden. Die Wasserstofftechnologie wollen wir stärken;
  • prüfen, inwieweit zukünftig nicht mehr benötigte Kraftwerksstandorte für große thermische Speicher-Kraftwerke genutzt werden können. Wir werden die unter- schiedliche Belastung von gespeicherter Energie prüfen und vereinheitlichen. Wir werden Speichern die Möglichkeit eröffnen, mehrere Dienstleistungen gleichzeitig zu erbringen, etwa Regelenergie und Mieterstrom. Wir werden Wärmespeicher insbesondere für Quartiers- und Siedlungslösungen unterstützen;
  • die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) weiterentwickeln und umfassend modernisieren, so dass sie im Rahmen der Energiewende eine Zukunft hat. Wir werden die Kraft-Wärme-Kopplung CO2-ärmer ausgestalten und flexibilisieren. Wir wollen KWK-Anlagen und die Fernwärmeinfrastruktur ausbauen und effizienter machen;
  • die Planung und Finanzierung von Energieinfrastrukturen – einschließlich der bestehenden Gas- und Wärmeinfrastruktur für die Sektorkopplung – so reformieren, dass die verschiedenen Infrastrukturen koordiniert energiewendetauglich und kosteneffizient weiterentwickelt werden;
  • Deutschland zum Standort für LNG-Infrastruktur machen.
Wir werden unter breiter Beteiligung eine ambitionierte und sektorübergreifende Energieeffizienzstrategie des Bundes erarbeiten und darin das Leitprinzip „Efficiency First“ verankern mit dem Ziel, den Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 um 50 Prozent zu senken. Den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) werden wir basierend auf den Ergebnissen des Grünbuchs Energieeffizienz weiterentwickeln und schnellstmöglich umsetzen. Bestehende Programme zur Förderung der Energieeffizienz wollen wir evaluieren und bei Bedarf nutzergerecht optimieren. Wir wollen die Fördermittel auf dem derzeitigen Niveau stabilisieren.
Wir werden die Energieforschung vermehrt auf die Energiewende ausrichten. Gemeinsam mit der Wirtschaft und der Wissenschaft werden wir neue Formate der Vernetzung schaffen, die uns helfen, die Wertschöpfung und die klügsten Köpfe in Deutschland zu halten. Dazu wollen wir u. a.:

  • im Rahmen der Energieforschung gezielt öffentliche Mittel zur Entwicklung CO2- armer Industrieprozesse bzw. zur CO2-Kreislaufwirtschaft bereitstellen,
  • den Übergang von Forschung zu Demonstration und Markteinführung unterstützen und die „Reallabore“ (z. B. Power to Gas/Power to Liquid) als weitere Säule der Energieforschung ausbauen,
  • den Zugang zu der Forschungsförderung für Start-ups deutlich erleichtern.

Lieferanten lenken bei modernen Messeinrichtungen ein

Düsseldorf (energate) - Die überwiegende Mehrheit der Lieferanten ist bereit, die Kosten für eine moderne Messeinrichtung beim Endkunden mit abzurechnen. Diese Erfahrung hat Bernd Wiesmann, Regulierung Netzzugang, beim Konzern Innogy gemacht, wie er auf der "Jahrestagung Zähl- und Messwesen aktuell" in Düsseldorf berichtete.

Meist überwiege das Interesse, den Kunden durch eine separate Rechnung in Höhe von 20 Euro "nicht aufzustören", erläuterte Wiesmann. In den Fällen, wo sich ein Lieferant bisher geweigert hat, rechnet Innogy mit dem Anschlussnehmer direkt mit einer Papierrechnung ab.

Die Branche streitet schon lange darum, wer wem was beim Einbau moderner Messeinrichtungen und intelligenter Zähler zahlt. Die Bundesnetzagentur hat sich aus diesem Disput herausgehalten und im Lieferantenrahmenvertrag keine Regeln aufgestellt (energate berichtete). Oder wie es Wiesmann ausdrückte: "Die Bombe ist gekommen, aber es stand nichts drin". Innogy nutzt den vom BNE heftig kritisierten Mustervertrag der Verbände BDEW/VKU, "heilt diesen aber mit einer Ergänzung", so Wiesmann. Dies schränke das Wahlrecht nach den Vorgaben der Wechselprozesse im Messwesen (WiM) nicht ein. 


Auch Jost Eder, Rechtsanwalt bei der Kanzlei BBH, hätte sich konkrete Hinweise von der Bundesnetzagentur gewünscht. "Wir haben mehrere Anrufe von Netzbetreibern in der Woche erhalten: Der Lieferant will nicht unterschreiben, was soll ich tun?", so Eder. BBH hat inzwischen ein eigenes Vertragsmuster erarbeitet, das beide Seiten überzeugen soll. Auch nach Erfahrung der Kanzlei ist die überwiegende Zahl von Lieferanten bereit, die moderne Messeinrichtung mit abzurechnen. Nicht zuletzt, weil die Preise vergleichbar mit den Ferrariszählern sind. Zu bedenken gab Eder aber, dass der Vorsteuerabzug nicht ganz unproblematisch sei.

Einheitliche Frist für moderne Messeinrichtungen

Die grundzuständigen Messstellenbetreiber haben Einbaupflichten für moderne Messeinrichtungen und später auch für intelligente Messsysteme zu erfüllen, damit sie ihre Grundzuständigkeit nicht verlieren. Innerhalb von drei Jahren müssen zehn Prozent der Ausstattungsvorgaben erfüllt sein. "Wir haben uns für eine pauschale Frist zum 30. Juni 2020 entschieden, damit diejenigen die sich früh angemeldet haben, keinen Nachteil haben", erläuterte Kristina Heitmann, Referentin der Bundesnetzagentur, auf der Veranstaltung. Fast alle Netzbetreiber hatten sich bis zum Stichtag am 30. Juni 2017 als grundzuständiger Messtellenbetreiber angemeldet (energate berichtete). Wann und wie die Pflichten für die intelligenten Messsysteme kommen, konnte Heitmann nicht beantworten: "Ich bitte um Geduld, wir können hier noch nichts sagen." Die Branche wartet nach wie vor darauf, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) drei unabhängige Gateway-Hersteller zertifiziert, damit der Rollout starten kann. /mt


Quelle: energate/ Michaela Tix

Bundesumweltamt: Deutschland verfehlt Emissionsziele

2016 wurden in Deutschland insgesamt 909,4 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Das sind 2,6 Mio. Tonnen mehr als 2015 und die zweite Steigerung in Folge. Dies zeigen Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA) jetzt an die EU berichtet hat.

2016 wurden in Deutschland insgesamt 909,4 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Das sind 2,6 Mio. Tonnen mehr als 2015 und die zweite Steigerung in Folge. Dies zeigen Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA) jetzt an die EU berichtet hat. Insbesondere seien die Emissionen des Verkehrs erneut angestiegen und liegen mit 166,8 Mio. Tonnen wieder oberhalb der Emissionen des Jahres 1990, teilte die Behörde gestern mit. Den größten Anteil mit 96% daran hat der Straßenverkehr. Grund dafür sei, dass immer mehr Güter auf der Straße transportiert werden. "Wir brauchen ein Umsteuern im Verkehr", erklärte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger.

Die größten CO2-Minderungen gab es mit 4,6 Mio. Tonnen in der Energiewirtschaft, obwohl die Stromexporte gestiegen sind. Der Energiesektor macht mit 332,1 Mio. Tonnen im Jahr aber immer noch den Großteil der Emissionen aus (36,5%). Das UBA rät dazu, Braun- und Steinkohlekraftwerke, die älter als 20 Jahre sind, nur noch mit maximal 4.000 Volllaststunden pro Anlage pro Jahr laufen zu lassen. Zudem sollten mindestens 5 GW der ältesten und ineffizientesten Braunkohlekraftwerke ganz stillgelegt werden. 

Sonst bestehe die Gefahr, dass die Klimaziele für 2020 verpasst werden. 2016 hat Deutschland seine Emissionen nur um 27,3% gegenüber 1990 senken können. Die von der Bundesregierung für 2020 angestrebte Minderung von 40% wird voraussichtlich deutlich verfehlt, so das UBA. Wie der "Tagesspiegel" gestern berichtete, verpasst Deutschland sein EU-Klimaziel für 2020 in den Bereichen, die nicht zum Europäischen Emissionshandel gehören – etwa im Verkehr, im Gebäudebereich und in der Landwirtschaft. Deutschland müsse deshalb voraussichtlich anderen Staaten Emissionsrechte abkaufen.



Quelle: https://www.umweltbundesamt.de

Steht die Blockchain in der Energiewelt vor dem Aus?

Die Blockchain hat nach Ansicht von Experten das Potenzial die Energiewelt umzukrempeln. Der Beauftragte für Informationssicherheit bei SMA erklärt gegenüber photovoltaik, warum das neue Digitalisierungsgesetz der Bundesregierung dies konterkariert.

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verpflichtet die Hersteller zur stufenweisen Installation von Smart-Meter-Gateways. Dadurch wird eine neue Infrastruktur für Daten aufgebaut. „Wenn es wirklich dazu kommt, dass alle Geräte ausschließlich über das verpflichtend zu installierende Smart-Meter-Gateway kommunizieren müssen, wird auch die Kommunikation zu allen Blockchain-Anwendungen darüber laufen müssen“, meint Marek Seeger, Beauftragter für Informationssicherheit bei SMA. Das Gesetz sei nur recht vage formuliert. Das Gesetz gebe zwingend eine zentralisierte, sternförmige Dateninfrastruktur vor. Zudem würde das Sicherheitskonzept des BSI für eine lange Zeit festgeschrieben – und Innovationen ausgebremst, bemerkt Seeger.

Ein solcher Anwendungsfall sei zum einen nie in die Spezifikationen bei der Entwicklung der Gateways geflossen, weiß Seeger. Zum anderen müsste eine solche Kommunikation zusätzlich entgeltlich abgerechnet werden, da sie im Gesetz als Zusatzdienstleitung definiert sei. „ Das führt das ganze Anwendungsmodell der Blockchain ab absurdum. Vermutlich würde das kein Nutzer akzeptieren“, sagt Seeger.

Blockchain und IT-Sicherheit 

Denn jede Kommunikation könne auf Basis des Gesetzes abgerechnet werden. Dadurch würden jedoch unverhältnismäßige Kosten entstehen und der Wettbewerb im Keim erstickt. Sollten allerdings andere Kommunikationswege, außer über das Smart-Meter-Gateway zugelassen werden, sei das gesamte Sicherheitskonzept obsolet, betont der IT-Sicherheitsexperte. Das Digitalisierungsgesetz kann demnach das Aus für die Blockchain bedeuten, folgert Seeger.

Für die Energiewende sei aber eine dezentrale Datennetzarchitektur für Monitoring, Steuerung und Handel nötigt, meint Seeger. Statt einer bestimmten Architektur sollten verbindliche, moderne Mindeststandards für Sicherheit definiert werden.



Quelle: Zeitschrift photovoltaik; https://www.photovoltaik.eu/article-799098-30021/steht-die-blockchain-in-der-energiewelt-vor-dem-aus-.html

Erneuerbaren-Anteil liegt 2017 bei über 36 Prozent

Wind onshore weiterhin stärkste Erneuerbaren-Quelle / Druck auf Netzausbau steigt.

Die Erneuerbaren Energien werden 2017 voraussichtlich über 36 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland decken. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer ersten Schätzung. Demnach könnten bis Jahresende fast 217 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen erzeugt werden. Das wäre ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr: 2016 lag der Anteil der Erneuerbaren Energien mit 188 Mrd. kWh noch bei 31,6 Prozent des Bruttostromverbrauchs.

Prozentual gesehen verzeichnet die Stromerzeugung aus Windkraft offshore den größten Anstieg: sie steigt voraussichtlich um 49 Prozent auf gut 18 Mrd. kWh (2016: 12,3 Mrd. kWh). Nachdem die Stromerzeugung aus Wind onshore 2016 einen leichten Rückgang verzeichnete, legt sie 2017 voraussichtlich um 21 Mrd. kWh zu und erreicht gut 87 Mrd. kWh - das entspricht einem Anstieg von über 31 Prozent (2016: 66,3 Mrd. kWh). Mit einem Anteil von über 40 Prozent an der Stromerzeugung aus Erneuerbaren bleibt die Windenergie an Land weiterhin mit Abstand die stärkste Erneuerbaren-Quelle. Auf Platz 2 und 3 folgen Biomasse mit fast 24 Prozent (davon fast 3 Prozent biogener Anteil im Abfall) und Photovoltaik mit über 18 Prozent.   

Die voraussichtliche Entwicklung der Stromerzeugung aus weiteren Erneuerbaren-Quellen für 2017 im Überblick: Anstieg der Photovoltaik um mehr als 4 Prozent auf fast 40 Mrd. kWh (2016: 38,1 Mrd. KWh), Anstieg von Biomasse und Abfall (biogener Anteil) um über 1 Prozent auf gut 51 Mrd. kWh (2016: 50,9 Mrd. kWh). Die Stromerzeugung aus Wasserkraft geht aufgrund der geringen Niederschläge in der ersten Jahreshälfte 2017 um etwa 4 Prozent auf knapp 20 Mrd. kWh zurück (2016: 20,5 Mrd. kWh). 

"Bereits jetzt haben die Erneuerbaren das von der Bundesregierung im Energiekonzept für 2020 gesteckte Ziel von 35 Prozent Erneuerbaren-Anteil am Bruttostromverbrauch übertroffen. Das ist eine gute Nachricht für den Klimaschutz. Damit der Strom aus Erneuerbaren umfänglich genutzt werden kann, müssen wir jedoch den Ausbau der Nord-Süd-Leitungen mit Hochdruck vorantreiben. Der Netzausbau muss mit dem Erneuerbaren-Ausbau eng verzahnt werden", erklärt Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung. 

"Der Ökostromanteil am Stromverbrauch ist in den vergangenen fünf Jahren um fast 13 Prozentpunkte gewachsen. In den vergangenen 15 Jahren beträgt der Zuwachs sogar 28 Prozentpunkte. Das ist in der Tat eine Erfolgsgeschichte", sagt Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des ZSW. "Hinzu kommt, dass die aktuelle dynamische Entwicklung keine Erhöhung der EEG-Umlage zur Folge hatte - diese konnte für 2018 sogar leicht gesenkt werden. Jetzt sollte die Politik die Rahmenbedingungen so gestalten, dass auch die nächsten Ausbauziele erreicht werden." Das gelte insbesondere für die beiden anderen Sektoren Wärme und Mobilität, so Staiß weiter. Dort stagniert der Anteil Erneuerbarer Energien seit Jahren bei 6 Prozent (Verkehr) und 13 Prozent (Wärme).


Quelle: https://www.bdew.de/presse/presseinformationen/erneuerbaren-anteil-liegt-2017-bei-ueber-36-prozent/

SUBITO erweitert die
PALMER-GRUPPE

Würzburg und Mörfelden-Walldorf, 7. Dezember 2017: Mit dem Beitritt der SUBITO AG zur PALMER GRUPPE Ende November 2017 wurde ein strategischer Meilenstein für die weitere Entwicklung der beteiligten Unternehmen gelegt.

Kernkompetenzen der PALMER GRUPPE sind IT- Lösungen und Prozessdienstleistungen für die Energie- und Wohnungswirtschaft. Durch den Erwerb der SUBITO, dem Software- und Consultingspezialisten im Finanzdienstleistungsbereich ergeben sich vielfältige Synergien und Skaleneffekte. Die Kunden profitieren von einem erweiterten Leistungsangebot, insbesondere im Hinblick auf die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse.

Die Geschäftspotenziale der bisherigen Zielmärkte Energie- und Wohnungswirtschaft auf der einen, und Finanzwirtschaft auf der anderen Seite, sollen durch die sich ergänzenden Leistungsportfolien noch besser genutzt werden. So rundet die SUBITO GRUPPE mit ihren Lösungen für das Kredit- und Forderungsmanagement das Kerngeschäft Abrechnungs- und Prozessdienstleistungen der PALMER GRUPPE optimal ab. Mit ihren innovativen Entwicklungs- und Projektmanagement-Kompetenzen wird die erweiterte PALMER GRUPPE die passenden Lösungen zur Digitalisierung der Geschäftsprozesse anbieten.

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