Deutsche Bahn Energie beliefert Stromkunden – Palmer-Gruppe exklusiver Umsetzungspartner

Die Deutsche Bahn (DB) Energie ist heute in das Privatkundengeschäft eingestiegen und beliefert ab sofort bundesweit auch Haushaltskunden mit Strom. Damit komplettiert der Energiedienstleister der Deutschen Bahn sein Angebot. Zunächst als reiner Energiedienstleister für Eisenbahn in Deutschland gestartet, versorgt und berät DB Energie seit 14 Jahren auch Industrie, Handel und Gewerbe. Dr. Hans-Jürgen Witschke, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Energie: „Als fünftgrößter Stromversorger in Deutschland mit einem Absatzvolumen von mehr als 20 TWh verstehen wir unser Geschäft. Von diesem Know-how sollen nun auch die Endkunden Zuhause profitieren können.“


Als Umweltvorreiter im Verkehrssektor wird DB Energie im Privatkundengeschäft ausschließlich Ökostrom anbieten, der nach den Regeln des ok-power-Labels zertifiziert ist. So kann jeder Kunde seinen Beitrag zur Energiewende leisten. Transparent, fair und einfach wird der Marktauftritt von DB Strom sein.


Dr. Witschke: „Lockangebote wird es bei uns nicht geben. Wir wollen nachhaltig überzeugen.“ DB Strom ist ein Onlineprodukt. Zwei Angebote stehen zur Auswahl, die sich nur in ihrer Laufzeit und Höhe der Wechselprämie unterscheiden: DB Strom 12 (1 Jahr Laufzeit) und DB Strom 24 (bis zu zwei Jahre Laufzeit). Preislich wird sich DB Energie mit seinen Grünstromprodukten unterhalb der sogenannten Graustrompreise der Grundversorger positionieren. Als Wechselprämien setzt DB Energie vor allem auf Bahnprämien, wie BahnCards, DB Reisegutscheine oder bahn.bonus Punkte. „Damit stärken wir das Kerngeschäft der DB. Mit unseren Prämien wollen wir auch den einen oder anderen passionierten Autofahrer zum Bahnfahrer machen“, so Dr. Witschke.


Spätestens in fünf Jahren will DB Energie Kunden in sechsstelliger Höhe für sich gewonnen haben. Aufgrund der regional unterschiedlichen Netzentgelte, sind die konkreten Preise nur im Kundenportal mit der jeweiligen Postleitzahl abrufbar. Hier der Link: www.dbstrom.de.


Für die IT-Systeme, Marktkommunikation und Wechselprozesse bedient sich DB Energie der Palmer Gruppe aus Würzburg, deren reichhaltige Erfahrungen in diesem Bereich einen guten Kunden-Service garantiert.

 

 

Preissensation bei Offshore-Windenergie

Preissensation bei Offshore-Windenergie

Das Ende der Ökosubventionierung naht: Erstmals in der Geschichte der Energiewende verzichtet mit EnBW ein Offshore-Windparkbetreiber völlig auf Staatsgeld. Dahinter steckt eine kühne Wette auf steigende Strompreise.

Die Empörung war riesig. Als die Bundesregierung im vergangenen Jahr das Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) reformierte, versuchte die deutsche Windenergiebranche dieses Vorhaben mit allen erdenklichen Mitteln zu torpedieren. Politische Mandatsträger wurden mit mahnenden E-Mails und Briefen überhäuft, es gab Demos in Berlin, bundesweite Aktionstage und in öffentlichen Aussendungen zürnte die Branche über „Sabotage“, „schikanöse Bestimmungen“ oder „strukturelle Verwerfungen“.

Was die heimischen Windmüller derart auf die Barrikaden brachte, war der Versuch der Bundesregierung, die üppigen Renditen der Grünstromkonzerne zu kappen, um so die ausufernden Kosten infolge der Ökosubventionierungen von mehr als 23 Milliarden Euro pro Jahr, irgendwie in den Griff zu bekommen.
Das Konzept: Für den Betrieb ihrer Windkraftanlagen sollen die Konzerne nicht mehr wie bisher staatlich garantierte Vergütung erhalten, sondern im Wettbewerb um die Höhe der Vergütung streiten. Derjenige, der sich mit dem geringsten Zuschuss aus der Staatskasse zufrieden gibt, bekommt den Zuschlag für die Errichtung von Ökostromanlagen.

Seit Anfang 2017 ist dieses Auktionssystem in Kraft. Und jetzt zeigt sich: Das Konzept funktioniert. Die Kosten für Windenergie auf hoher See befinden sich im freien Fall. Bei der ersten Ausschreibung für den Bau von vier Windparks in der deutschen Nordsee hat die Bundesnetzagentur im Durchschnitt eine Förderung von 0,44 Cent je erzeugter Kilowattstunde Strom an die Betreiber vergeben.

Der Energieversorger EnBW verzichtet sogar komplett auf Subventionen. Der Konzern, der mehrheitlich dem Land Baden-Württemberg gehört, will den Bau des Offshore-Windpark „He Dreiht“ mit einer Kapazität von 900 Megawatt einzig und allein mit dem Verkauf des dort produzierten Stroms am Markt refinanzieren.
Es wäre der erste Windpark, den die Verbraucher nicht extra mit Fördergeld alimentieren müssten – eine völlige Zäsur in der Geschichte der Energiewende. Zum Vergleich: Derzeit erhalten Betreiber von Meerwindparks in deutschen Gewässern noch über 20 Jahre hinweg im Schnitt zwölf Cent für jede Kilowattstunde Strom, die sie erzeugen.

„Unser Gebot zeigt, dass die Marktintegration der Offshore-Technologie bis Mitte des nächsten Jahrzehnts möglich ist und Offshore-Wind wesentlich dazu beitragen kann, dass Deutschland seine energie- und klimapolitischen Ziele erfüllt“, erklärte Frank Mastiaux. Der EnBW-Chef rechnet damit, dass der Windpark „He Dreiht“ im Jahr 2025 in Betrieb gehen kann. Bis dahin, so das Kalkül von Mastiaux, werde die Windkraftindustrie weitere technologische Sprünge machen und die Kosten so drastisch drücken, dass sich der Windpark für EnBW auch ohne Subventionen rechnet.

Ende des Subventionierungsmodells

Tatsächlich spricht vieles dafür, dass sich die Offshore-Windindustrie weiter professionalisiert. Durch technische Innovationen, optimierte Prozesse, größere und leistungsstärkere Turbinen sowie mehr Wettbewerb unter den Zulieferern habe die Branche noch viel Spielraum, erklärt Manfred Hader. Der Windenergiefachmann von Roland Berger ist überzeugt: „Das Subventionierungsmodell wird sich mittelfristig überlebt haben“.

Der Druck vonseiten der Politik wirkt. „Die Industrie zeigt, dass sie in der Lage ist, die ambitionierten Ziele zu erfüllen“, sagte Hader dem Handelsblatt. Insgesamt geht er davon aus, dass die Hersteller von Turbinen, Rotorblättern und Gondeln alleine durch das Heben von Skaleneffekten und die Lernkurve der Industrie, die Kosten drastisch senken können. Aber reicht das alles wirklich aus, damit EnBW auch ohne Förderungen Geld mit dem Betrieb des Offshore-Windparks „He Dreiht“ verdient?
Grundsätzlich sei das möglich, meint Manuel Köhler, Deutschland-Chef des britischen Energieberatungsunternehmens Aurora Energy Research, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Doch es gebe natürlich auch Unsicherheiten: Das Vorgehen von EnBW sei eine Wette auf „stark sinkende Investitionskosten“ und „steigende Strompreise“. Patrick Graichen von der Denkfabrik Agora Energiewende sieht ähnliche Risiken.

„Die Bieter gehen davon aus, dass die Strompreise am Großhandelsmarkt deutlich steigen. Dazu wird es jedoch nur kommen, wenn Kohlekraftwerke vom Markt gehen und überdies die Zertifikate für Treibhausgasemissionsrechte teurer werden“, sagte Graichen. Falls sich die Erwartungen der Bieter nicht erfüllen, schließt Graichen nicht aus, dass einige Windparks trotz des gewährten Zuschlags nicht gebaut werden.

Wirtschaftsverbände und große Energieverbraucher dürften das Ergebnis der ersten Ausschreibungsrunde für Offshore-Windparks freilich als Beleg dafür werten, dass ihre Kritik berechtigt war. Die Wirtschaftsvereinigung Metalle (WVM) fordert beispielsweise seit Jahren, dass sich Erneuerbare am Markt bewähren müssen. Die bisherigen Vergütungen von im Schnitt 12 Cent pro Kilowattstunde für Offshore-Wind hält der WVM seit jeher für viel zu hoch. Der alte Vorwurf, Verbraucher und Industrie würden zu viel für Ökostrom bezahlen, dürfte nun jedenfalls neu aufflammen.

Andreas Wagner widerspricht daher schon einmal vorsorglich. „Es ist ein Trugschluss zu glauben, die Verbraucher hätten bisher zu viel für Windstrom gezahlt“, sagt der Geschäftsführer der Stiftung Offshore-Windenergie dem Handelsblatt. „Die Vergütung über das EEG war als Anschubhilfe für die Technologie nötig und die Voraussetzung für den Preisverfall, den wir jetzt sehen“, erklärt Wagner. Er fordert die Bundesregierung angesichts der immensen Kostenreduktion auf, deutlich höhere Zubauziele bei Offshore-Wind anzudenken. Bisher plant die Regierung bis 2030 Offshore-Windanlagen mit einer Kapazität von 15.000 Megawatt zu errichten.

Windenergie auf hoher See gilt als wichtiger Treiber für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Bis 2025 sollen bis zu 45 Prozent des Strombedarfs aus regenerativen Quellen stammen.

Quelle: Franz Hubik, Handelsblatt Online, http://www.wiwo.de/unternehmen/energie/erneuerbare-energien-preissensation-bei-offshore-windenergie-/19672422-all.html

KABINETT BESCHLIEßT GESETZENTWURF FÜR MIETERSTROM

Berlin (energate) - Das Bundeskabinett hat den Weg für Mieterstrommodelle frei gemacht. Es beschloss den Entwurf für ein Mieterstrom-Gesetz, den das Bundeswirtschaftsministerium eingebracht hat (energate berichtete). Das Gesetz will Mietern einen Weg eröffnen, über den sie an der EEG-Förderung für Solarstrom indirekt partizipieren können. "Bisher haben vor allem Eigenheimbesitzer die Möglichkeit, von Strom aus Fotovoltaikanlagen vom Hausdach zu profitieren. Das soll jetzt auch für Mieter möglich sein", erklärte Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD). Der neue Förderansatz erlaubt es Vermietern, den EEG-geförderten Strom aus der Fotovoltaik-Dachanlage eines Mietshauses ohne Nutzung des öffentlichen Netzes an dessen Mieter zu verkaufen. Gleichzeitig stellt der Entwurf sicher, dass der Mieter seinen Stromanbieter weiterhin frei wählen kann. Er verbietet eine Kopplung mit dem Mietvertrag.

Allerdings bekommt der Vermieter für die Eigenerzeugung vom Dach nicht die volle EEG-Vergütung, da er auch Erlöse aus dem Stromverkauf an den Mieter erzielt. Dafür werden von der Einspeisevergütung 8,5 Cent/kWh abgezogen. Die Höhe des Förderzuschlags hängt laut Ministerium überdies von der Anlagengröße und dem jährlichen Solarzubau ab. Sie dürfte je nach Anlage zwischen 2,75 und 3,8 Cent/kWh liegen. Der Reststrom wird ins öffentliche Netz eingespeist und regulär vergütet. Ursprünglich war angedacht, dass die Vermieter bis zu 20 Prozent ihres Gesamterlöses aus Mieterstrom generieren können, ohne ihre Gewerbesteuerfreiheit verlieren. Dieser Passus findet sich im Regierungsentwurf nun nicht mehr wieder.
 
Der BDEW hält Mieterstrommodelle für sinnvoll, merkte allerdings an, dass der Regierungsentwurf zu Ungerechtigkeiten führe. Wenige Haushalte würden durch Mieterstrom von den Netzentgelten befreit werden, während viele draufzahlen müssten, warnte BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer. Er befürchtet, dass es in ausgeprägten Mieter-Städten zu einem "deutlichen Anstieg der Netzentgelte" kommt. Der VKU setzt beim Mieterstrom auf Kooperation mit der Wohnungswirtschaft. Auch er markiert offene Fragen bei der Finanzierungsgerechtigkeit: "Hierfür muss das Umlagen- und Entgeltsystem grundlegend überarbeitet werden, um in Zukunft eine faire Lastenverteilung sicherzustellen." Aus Sicht der Wohnungswirtschaft schöpft der Gesetzentwurf das Potenzial des Mieterstroms nicht aus. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) bedauerte, dass die Förderung daran geknüpft wird, dass der Strom in dem Gebäude verbraucht wird, auf dem er erzeugt wird. Ein Quartiersansatz würde Mieterstrom "ein ganz anderes Feld" eröffnen. Der ZIA bemängelt weiter, dass die Gewerbesteuerfrage nicht gelöst sei. Die Einkünfte aus dem Mieterstrom sollten als "unschädliche Nebengeschäfte qualifiziert werden".

Der CDU-Wirtschaftsrat fordert einen Neuansatz. In der jetzigen Form entlaste das Gesetz ausschließlich wenige Mieter von Abgaben und Umlagen. Die Mehrheit, die nicht in Mieterstrommodelle wechseln kann, müsse sich auf höhere Rechnungen einstellen, kritisierte dessen Generalsekretär Wolfgang Steiger. Die energiepolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion Julia Verlinden bemängelt, dass die Mieterstromförderung auf Einzel- und Wohngebäude begrenzt wird. Gewerbegebäude auszuschließen sei besonders unsinnig, da Supermärkte, Werkstätten oder Bürogebäude häufig über große Dachflächen verfügen. /gk 

Das Kabinett hat das Mieterstrom-Gesetz beschlossen. (Quelle: IBC Solar AG)